Viele Schülerinnen und Schüler an QuisS-Schulen sprechen Deutsch nicht oder nicht nur als Erstsprache oder/und kommen tendenziell aus sozial benachteiligten Schichten. In den Lehrplänen des Landes Nordrhein-Westfalen findet diese Realität Berücksichtigung, wenn die sprachliche Förderung als Aufgabe aller Fächer, und nicht nur als die des Deutschunterrichts, formuliert wird. Auch das Schulgesetz des Landes NRW verlangt die Integration von Schülerinnen und Schülern mit nicht deutscher Herkunftssprache mit dem Ziel gleichwertiger Bildungsabschlüsse innerhalb einer Kommune.
Wenn Schulen den Auftrag zur Chancengleichheit ernst nehmen, bedarf es keiner vereinzelten Projekte, sondern nachhaltiger Programme zur Unterrichts- und Schulentwicklung. Vor diesem Hintergrund entstand im Regierungsbezirk Köln das Programm QuisS. In einer dreijährigen Pilotphase erhielten zunächst 26 Schulen, deren Schülerinnen- und Schülerschaft Deutsch als Zweitsprache spricht und/oder tendenziell aus sozial benachteiligten Milieus stammt, erstmalig fachliche und personelle Unterstützung. Seit dem Schuljahr 2014/15 ist der Verbund auf 111 Schulen angewachsen. Das QuisS-Programm wird stetig weiterentwickelt mit dem Ziel, sprachliche Bildung, Mehrsprachigkeit und Interkulturalität nachhaltig in vier schulischen Handlungsfeldern zu verankern:
Vier Handlungsfelder an QuisS-Schulen
1. QuisS-Unterrichtsentwicklung, insbesondere im Bereich des Regelunterricht
2. QuisS-Schulentwicklung
3. Vernetzung im schulischen Umfeld und überregionale Kooperationen
4. Stärkung interkultureller und ästhetischer Kompetenzen
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